• Zeit für echte Gleichstellung in der Schweiz!

    Elternzeit ist eine Voraussetzung für die gesellschaftliche Gleichstellung von Mann und Frau. Weder der Mutterschaftsurlaub noch die Einführung eines Vaterschaftsurlaubs – der Nationalrat entscheidet in der Herbstsession über zwei oder vier Wochen – genügen, um die Familienarbeit gleichberechtigt zu organisieren und die Kinderbetreuung der Väter längerfristig zu erhöhen. Dafür braucht es die Elternzeit. Sie gewährleistet den Mutterschaftsschutz wie bisher und umfasst neu eine auf Gleichstellung basierende Elternzeit.

     

    Die Elternzeit-Initiative will den Systemwechsel in der Verfassung verankern. In Gesprächen mit Eltern, Fachorganisationen, Verbänden und Mitglieder des Parlaments ist deutlich geworden: Im Kern geht es allen um Gleichstellung. Deshalb fordert das neue Modell «Gleichstellung Plus», das gerade diskutiert wird, 30 Wochen Elternzeit: 15 Wochen für Mütter und 15 Wochen für Väter.

     

    Das Modell «Gleichstellung Plus» baut eine Brücke zwischen zwei Lagern: Einige UnterstützerInnen der Elternzeit haben die Gleichstellung im Fokus, stehen aber einem zu starken Ausbau skeptisch gegenüber. Andere wünschen sich einen grossen Wurf, der sich an unseren Nachbarländern orientiert.

     

    Gleichstellung mit Elternzeit

     

    Die vorgeschlagenen 2 mal 15 Wochen bringen den lang ersehnten Systemwechsel. Die Initiative macht so einen ersten, historischen Schritt Richtung Elternzeit. Der Ausbau auf insgesamt 30 Wochen ermöglicht uns, mit einem breit abgestützten Gleichstellungsprojekt in den politischen Ring zu steigen. So haben wir die grössten Chancen auf einen Sieg an der Urne!


    Der Bundesrat und das Parlament haben die Einführung einer Elternzeit bisher abgelehnt. Darum wollen wir in den nächsten Monaten eine breite, überparteiliche Bewegung aufbauen. Der Start für die Unterschriftensammlung ist für Frühling 2020 geplant. Bitte helfen Sie mit!

     

    Vaterschaftsurlaub: Ein wichtiger Schritt!


    Heute bekommt ein frisch gebackener Vater in der Schweiz gleich viel Zeit, wie bei einem Wohnungswechsel: Einen Tag! Darum unterstützen wir die Volksinitiative für vier Wochen Vaterschaftsurlaub. Auf der Plattform WeCollect haben über 59'000 Bürgerinnen und Bürger die Volksinitiative unterzeichnet. Die Elternzeit-Initiative ist ein Beitrag dafür, den Druck zu erhöhen, und dem Vaterschaftsurlaub an der Urne zum Erfolg zu verhelfen – ein erster und wichtiger Schritt.

  • Warum Elternzeit ?

    Fünf Gründe, die für eine rasche Einführung der Elternzeit sprechen.

    1. Elternzeit fördert die Gleichstellung.

    Elternzeit fördert eine egalitäre Aufgabenteilung für Väter sowie die Wertschätzung für Betreuungs- und Hausarbeit.

     

    2. Elternzeit fördert die Gesundheit.

    Elternzeit hat erwiesernermassen eine positive Wirkung auf die Gesundheit von Müttern und Kleinkindern.

    3. Elternzeit stärkt die Vater-Kind-Beziehung.

    Eine Elternzeit der Väter führt zu einer intensiveren Beteiligung an der Kinderbetreuung und erhöht die Erziehungskompetenz.

    4. Elternzeit: ein Gewinn für die Volkswirtschaft

    Elternzeit erhöht die Erwerbsbeteiligung der Frauen und kann den Mangel an Fachkräften reduzieren.

    5. Elternzeit lohnt sich für Unternehmen.

    Elternzeit wirkt sich positiv auf die Produktivität, den Umsatz und die Arbeitsplatzmoral in den Unternehmen aus.

  • Elternzeit-Modell «Gleichstellung Plus»

    Ausgangspunkt für das Modell «Gleichstellung Plus» ist die Gleichstellung von Mann und Frau sowie ein Ausbau der Elternzeit auf ingesamt 30 Wochen. Dies umfasst eine Aufstockung bei den Vätern von bisher einem Tag zu 15 Wochen Elternzeit nach Annahme der Initiative. Zusätzlich zum bestehenden Mutterschaftsschutz von 14 Wochen kommt für Mütter mit der Elternzeit-Initiative eine Woche dazu.

    Gemeinsam hätten Eltern in Zukunft 30 Wochen zur Verfügung. Dieses auf Gleichstellung basierende Modell, das wir «Gleichstellung Plus» nennen, bildet die aktuelle Diskussionsgrundlage für die Volksinitiative, die im Frühling 2020 lanciert werden soll.

     

    Zum Vergleich schlägt das Modell der Eidgenössische Kommission für Familienfragen (EKFF) vor, zusätzlich zu den bestehenden 14 Wochen Mutterschaftsurlaub, 24 Wochen bezahlte Elternzeit einzuführen. Dabei bleiben die 14 Wochen für die Mutter reserviert. Weitere 8 Wochen kann nur der Vater beziehen. Die verbleibenden 16 Wochen könnten die Eltern frei unter sich aufteilen.

  • Zeitplan für Volksinitiative

    1

    September 2019

    Kickoff des Initiativprojekts, Diskussion Modell

    2

    Oktober 2019

    Vorprüfung des Initiativtextes durch die Bundeskanzlei

    3

    Januar 2020

    Konstitution von Initiativ- und Unterstützungskomitee

    4

    Februar 2020

    Start der Mobilisierungs-Kampagne

    5

    März 2020

    Start der Unterschriften-Sammlung

  • Spenden für Elternzeit-Initiative

    Wir sind auf Ihre Unterstützung angewiesen, um die Elternzeit-Initiative zu lancieren. Vielen Dank!

  • Kontakt

    Hinter der Elternzeit-Initiative stehen die Demokratie-Plattform WeCollect und der Verein PublicBeta.
    Wir freuen uns über Ihre Nachricht!

     

    Elternzeit-Initiative, c/o Verein PublicBeta, Postfach 1852, 4001 Basel

    Gerbergasse 30, CH-4001 Basel